Brot und Fitness
Viele verschiedene Lebensmittel zu einer gesunden Mischkost zu kombinieren, heißt die ebenso unspektakuläre wie ernährungswissenschaftlich einleuchtende Devise für Freizeitsportler und Fitness-Bewusste. Getreide, Mehl und Brot als Kohlenhydratquelle Nr. 1 spielen darin für Ausdauersportarten eine besonders wichtige, zentrale Rolle. Lange Zeit wurden kohlenhydratreiche Lebensmittel - zu Unrecht! - verkannt und als Dickmacher abgestempelt.
Doch die Erkenntnisse der modernen Ernährungswissenschaft und Sportmedizin haben gezeigt, dass gerade Getreideprodukte auf die Empfehlungsliste gehören: Nicht nur für den Normalbürger, sondern gerade auch für diejenigen, die im Breiten- und Freizeitsport aktiv etwas für ihre Gesundheit tun.
Bei Dauerleistungen verwertet der Körper die eigenen Glykogenreserven aus Muskeln und Leber. Daher kommt es bei Ausdauersportarten, wie beim Laufen, vorwiegend darauf an, mit kohlenhydratreicher Ernährung diese Speicher rechtzeitig wieder aufzufüllen. Kohlenhydrate sind also ganz eindeutig die zu bevorzugende Energiequelle. Die meisten Menschen - leider sogar viele Spitzensportler - nehmen im Durchschnitt zu wenig davon auf. 55 bis 60 % der täglichen Nahrungsenergie sollten aus Kohlenhydraten kommen.
Dazu gehören bei den deutschen Ernährungsgewohnheiten in erster Linie Brot und Brötchen als Getreideprodukte, Kartoffeln, aber auch Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte.
Bei den Getreideprodukten ist die Auswahl besonders groß: Mit der Vielfalt des deutschen Brot- und Brötchenangebots ist eine kohlenhydrat- und abwechslungsreiche Ernährung besonders leicht. Oder backen Sie sich doch mal selbst einen Fitness-Snack!
Brot und Brötchen bringen “den Stoff, der Beine macht”
Vier gute Gründe sprechen für Brot und Brötchen, die wichtigsten Lieferanten von Stärken und Kohlenhydraten, die man aus ernährungsphysiologischer Sicht als “den Stoff, der Beine macht” bezeichnen kann:
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Erstens werden durch eine regelmäßige, kohlenhydratreiche Ernährung in Verbindung mit Training die körpereigenen Glykogenspeicher, also die Energiereserven, deutlich größer. Und die Glykogenspeicherung ist bei stärkereicher Kost besonders effektiv.
• Zweitens: Wenn Sie viele stärkereiche Lebensmittel essen, wie z. B. Brot, Brötchen und andere Getreideprodukte, Kartoffeln, Früchte und Gemüse, erhält der Körper neben den Kohlenhydraten wichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe automatisch mitgeliefert.
• Drittens wird die Stärke im Magen-Darm-Trakt Schritt für Schritt zu den Power liefernden Glukose-Bausteinen abgebaut und sorgt damit kontinuierlich über einen längeren Zeitraum für Energienachschub: Gerade bei längeren Ausdauerleistungen ein wichtiger Gesichtspunkt.
• Und viertens ist es aus sport- und ernährungsmedizinischer Sicht empfehlenswert, den Blutzuckerspiegel durch diese Art der Energieversorgung relativ konstant zu halten. Denn zur ausreichenden Glukoseversorgung des Gehirns ist eine Mindestkonzentration an Glucose im Blut erforderlich. Wird sie unterschritten, kommt es zu Energiemangel im Gehirn: Krämpfe, Schwindelgefühle oder sogar Bewusstlosigkeit können im Extremfall die Folge sein. Diese in Sportlerkreisen als "Hunger-Ast" bekannte Situation gilt es zu vermeiden.